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Wie sich Krankheiten in Träumen widerspiegeln

Deutung zweier Träume während einer Erkältung

Im Folgenden geht es um die Deutung zweier Träume während einer schweren Erkältung. Vielleicht sollte ich besser sagen: Deutungsversuch. Denn ich möchte den Sinn der Träume nicht tiefer ergründen, sondern lediglich etwas im Trüben fischen.

Der fliegende Vampir mit dem Rucksack

Den ersten Traum hatte ich ein paar Tage nach Beginn der Krankheit. Gegen Ende einer schon länger andauernden sehr lebhaften Traumperiode wanderte ich mit Rucksack auf dem Rücken eine Straße entlang. Weil mich eine Traube von Menschen etwas bedrängte, erhob ich mich in die Luft und versuchte zu fliegen. Dies gelang mir nur sehr schwer und ich konnte kaum an Höhe gewinnen. Plötzlich spaltete sich mein Traum-Ich in zwei Teile. Der eine Teil blieb weiterhin in mir und war der Beobachter. Der andere Teil hingegen flog aus mir heraus und entpuppte sich als schwarz gekleideter Vampir mit schwarzem Haar, der einen schwarzen Rucksack auf dem Rücken trug. Obwohl ich den Vampir von hinten sah, war ich – der Beobachter – auch gleichzeitig dieser Vampir.

Ein Schwarm geflügelter Vampir-Dobermänner

Nach wenigen Sekunden Fliegens verengte sich die Straße zu einem asphaltierten Weg. Auf der rechten Seite wurde dieser Weg von einem etwa 3 Meter hohen Aluminiumzaun begrenzt. An diesem Aluminiumzaun hingen dichtgedrängt Dobermänner mit schwarzen Flügeln und relativ kurzen Beinen. Obwohl die Dobermänner Flughunden ähnlich sahen, waren es für mich doch eher Dobermänner – aber eben mit schwarzen Flügeln. Das Merkwürdige an ihnen: Sie schienen auf irgendeine Art an den Zaun gefesselt zu sein und konnten sich nicht frei bewegen und entfalten.

Das schwebende, bleiche Gesicht

Doch während ich noch grübelte, was diese Vampir-Dobermänner für ein Problem hätten, erspähte ich rechts schräg oben und außerhalb des Zaunes ein großes männliches Gesicht, das für die Freiheitsberaubung der Vampir-Dobermänner verantwortlich zu sein schien. Ich hingegen fühlte mich verantwortlich für das Wohlergehen der Vampir-Dobermänner, weshalb ich einen Wutausbruch bekam und das schwebende Gesicht scharf attackierte. Ich packte es am Hals und drückte ihm die Kehle zu, bis es mit weit geöffnetem Rachen nach Luft rang. Dabei tropften ihm weißer Schaum und Schleim von Lippen und Zähnen. Und während das Gesicht kreidebleich nach Luft japste und seine Augäpfel hervortraten, erwachte ich mit bellendem Husten. Ich hatte mich also im Traum selbst gewürgt.

Die Bedeutung der Traumsymbole

Ich war in diesem Traum …
a) der Beobachter, …
b) der mir selbst Lebensenergie entziehende und mich würgende Vampir und …
c) das die Vampir-Dobermänner bekämpfende Gesicht.

Die Vampir-Dobermänner hingegen waren die Krankheitserreger, die ich mit meinen Medikamenten einzudämmen versuchte. Sie hingen an dem Aluminiumzaun (der die Wände meiner Luftröhre symbolisierte), und zwar genau am Beginn des Engpasses – also dem Übergang vom Rachen zur Luftröhre.

Ein Rind, das seine Eingeweide kotzt

Eine Nacht später. Ich sehe im Traum ein schwarz-weiß geflecktes Rind, das auf einer Weide in einer sehr großen Pfütze liegt. Die Weide wirkt, als sei sie überschwemmt. Plötzlich kommt ein sehr muskulöser, großer und grobschlächtiger Mann mit braun gebranntem nacktem Oberkörper ins Bild. Er geht seitlich an dem Rind vorbei, in Richtung seines Kopfes. Gewalttätig greift er dem Rind ins Maul und schiebt seinen Arm bis zur Schulter in seinen Rachen. Die Arme des Mannes scheinen monströs und lang. Denn er greift so tief in das schmerzgepeinigte Tier hinein, dass sich seine Hand an der Bauchflanke des Rindes schemenhaft abzeichnet, während er in dessen Eingeweiden herumwühlt. Als er seinen Arm wieder herauszieht, scheint er mit der Hand die Eingeweide des Rindes bis zu seinem Hals empor zu ziehen. Die Augäpfel des Tieres treten so stark hervor, dass sie aus ihren Höhlen zu springen drohen. Kaum hat die Hand des Mannes das Maul verlassen, würgt das Rind einen Schwall Blut hervor während die Todesangst aus seinen Augen glotzt. In diesem Moment erwache ich mit einem schweren Hustenfall. Keuchend japse ich nach Luft und fühle mich tatsächlich so, als wolle mein Körper Blut kotzen. Außerdem schwitze ich sehr stark.

Mein Traumdeutungsversuch

Ich vermute: Das Rind war ich selbst. Ich lag schweißgebadet im Bett – man könnte ironischerweise sagen im „Wasserbett“ – so wie das Rind auf seiner Weide in der Pfütze. Meine Vitalität war beeinträchtigt, denn das Rind lag und ruhte. Allerdings in einer eher unbehaglichen Umgebung (überschwemmte Wiese). Und gerade in dem Moment, als der grobschlächtige Mann ins Bild trat, war die Vitalität sehr stark beeinträchtigt. Denn das Würgen des Rindes und das Kotzen von Blut spiegelten sich in meinem schweren Hustenanfall wider. Ich hatte das Gefühl, mein Inneres nach außen zu husten.

Interessante Perspektive

Wären die beiden Träume luzide Träume gewesen, hätte ich möglicherweise durch positives Eingreifen in das Traumgeschehen die Krankheit in meinem Sinne beeinflussen können.


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